In der Geschichte des europäischen Jazz war Eddie Rosner (1910-1976) eine Ausnahmegestalt. In Berlin machte er bereits in jungen Jahren als Mitglied der "Weintraub Syncopators" Karriere. Als Jude in Deutschland ab 1933 nicht mehr sicher, führte ihn ein unruhiges Leben durch ganz Europa. Während des Zweiten Weltkriegs stieg er als "Westimport" zu einem Superstar mit eigenem Jazzorchester auf. Nach Kriegsende als Verräter gebrandmarkt und zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt, machte Rosner auch als Gulag-Häftling Musik. Doch nach Stalins Tod konnte er in Moskau an seinen alten Ruhm anknüpfen, bis ihn sein Weg schließlich 1973 nach West-Berlin zurückführte. Triumph und Tragik prägten diesen jüdischen Lebensweg im 20. Jahrhundert.
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‘Von Stalin vertrieben, von Hitler verfolgt - Pickhan, Gertrud, Preisler, Maximilian’.
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